Die Steinverarbeitung und ihre Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft

Die Prozesse in der Steinindustrie haben nach wie vor einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt und die Wirtschaft im Programmgebiet. Die jeweiligen Verarbeitungsphasen zur Gewinnung eines finalen Produkts, also der Abbau und die Verarbeitung der Steine sowie die nötige Wasseraufbereitung produzieren große Mengen an Abfallprodukten wie Staub, kaputte Platten, Abwasser u. s. w. Als Beispiel bietet sich die Produktion von Steinfließen an: Die Verarbeitung von 1.000 kg Rohmaterial produziert 460 kg Abfall. Fast 50 % des Rohmaterials werden zu Matsch oder durch Beschädigung unbrauchbar.

Einschlägige Daten zur Situation in der Region Venetien zeigen auf, dass 17 % der nicht eisenhaltigen Sonderabfälle aus der Steinverarbeitung hervorgehen. Leider werden die Abfälle oftmals nicht ordnungsgemäß entsorgt, was die Verschmutzung des Bodens und von Gewässern zur Folge hat. Zudem sitzen Unternehmen aus der Steinindustrie aufgrund der Ineffizienz der aktuellen Entsorgungsmöglichkeiten auf hohen Kosten und Bergen an Bürokratie fest. Es mangelt an Anreizen, innovative Trennungs-, Wiederverwertungs- und Recyclingverfahren zur Verarbeitung der Abfallmaterialien einzuführen.

Cleanstone baut auf die Expertise der Partner im Programmgebiet und nutzt diese, um innovative Ansätze in die Steinabbau- und Steinverarbeitungsindustrie einzuführen, sodass weniger Abfallprodukte generiert werden und entsorgt werden müssen. Das ausgelegte Ziel des Projektes ist es, ein Protokoll einzuführen, das die Wiederverwertung von Abfallprodukten festlegt, um so die Auswirkungen auf die Umwelt einzuschränken. Das Projekt bietet der Branche eine einzigartige Möglichkeit, sich am Markt stabiler zu positionieren, indem Gesetzesgrundlagen revidiert und neue Richtlinien und Standards zum Schutz der Umwelt festgelegt werden.

Articolo pubblicato il 20 August 2020

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